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VfB Wölbattendorf 1937 e.V.

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Für Erwachsene gilt: Saison 2020/21 entfällt in Bayern! 


Die vom Bayerischen Fußball-Verband (BFV) – infolge der pandemiebedingten Unterbrechung der laufenden Saison 2019/20 – eingesetzte Lösungs-Arbeitsgruppe (LAG) Spielbetrieb Liga und Pokal Erwachsene hat ein erstes Etappenziel erreicht und ist dabei einstimmig zu der Entscheidung gelangt, dass die Saison 2020/21 bei Herren und Frauen aufgrund zeitlicher Gründe und fehlender Spieltermine nicht stattfinden kann. Weiter... 

Quelle: Anpffi.info

Bericht: Marco Galuska / PM BFV 

Große Vereinstreue"Möchte nicht, dass alles zusammenbricht" 

An den Fähigkeiten mangelt es Sebastian Zeitler sicher nicht. Nach 42 Kreisklassentreffern im Vorjahr hat der Wölbattendorfer Stürmer bislang siebenmal eingelocht, obwohl seine Mannschaft hoffnungslos am Tabellenende rangiert. Doch ein Vereinswechsel, wie bei vielen seiner Kumpel, kommt für den Trainersohn nicht in Frage - vorerst zumindest nicht.


"Wir hatten eine richtig geile Truppe. Aber wir haben ja nicht nur zusammen gekickt, sondern sind auch weggegangen und haben gefeiert ", gerät Sebastian Zeitler regelrecht ins Schwärmen, wenn er an die letzten Jahre zurückdenkt. Und zum Feiern gab es genügend Anlass. Erst schaffte es der "Dorfverein", die A-Klasse nach zahlreichen Jahren Richtung Kreisklasse zu verlassen. Doch dort hielten sich die VfB-Kicker nicht lange auf. Bereits nach der zweiten Saison ging der Fahrstuhl erneut nach oben. Mit 128 Treffern und 76 Zählern holten sich die Wölbattendorfer die Meisterschaft, stiegen erstmals in der Vereinsgeschichte in die Kreisliga auf und waren in ihrer Freude kaum zu bremsen. Der Rest ist bekannt. Nach der Halbserie wartet das Schlusslicht dort immer noch auf den ersten Zähler, hat bereits zwei Trainer verschlissen und kurz vor der Corona-Pause noch einmal einen kräftigen personellen Aderlass hinnehmen müssen. Deshalb geht es ab September wohl nur noch darum, halbwegs das Gesicht zu wahren und sportlich zu bleiben. Denn zweimal wurde es bereits zweistellig. Freilich war der Kreisligist nicht immer so chancenlos wie in den letzten Begegnungen. "In Schauenstein zum Saisonauftakt mussten wir eigentlich punkten und wenn ich im Frankenwald die Chance zum 2:0 nutze, gewinnen wir vielleicht das Spiel, stehen dann anders da und haben noch den einen oder anderen Spieler in unseren Reihen", sinniert der Angreifer etwas, wie es hätte laufen können.

 

Der wohl ergreifenste Moment in der Vereinsgeschichte: Als der Aufstieg perfekt ist, kann Vater und Coach Markus Zeitler - hier mit dem damaligen Spielertrainer Kevin Maier - die Tränen nicht mehr zurückhalten.


Vereinswechsel keine Option

"Jeder muss selbst für sich entscheiden, was er macht", ist Sebastian Zeitler weit davon, den ehemaligen Mitspielern und Kumpels einen Vorwurf zu machen, weil sie den Verein in der laufenden Saison verlassen haben.Für sich persönlich schließt er das aber in der nahen Zukunft aus. "Ich möchte nicht, dass hier alles zusammenbricht. Da gebe ich mir sicher keine Blöße." Zusammen mit Tim und Kai Winkler und seinen anderen Mitstreitern stemmt der Offensivmann, der inzwischen immer mehr hinten aushilft, gegen die Zerfallserscheinungen und für eine gemeinsame Zukunft nach dem Spießrutenlauf in der Kreisliga. Obwohl es dem 24-Jährigen an Angeboten nicht gemangelt hatte. "Vieles kam für mich von Beginn an nicht in Frage. Natürlich hat jeder Fußballer den Traum, einmal höherklassig zu spielen. Aber ich arbeite Schicht und kann nur jede zweite Woche trainieren. Und dann nur für die letzten zehn Minuten eingewechselt zu werden, macht mit keinen Spaß", redet er Klartext.

Auch im Kellerduell bei der SpVgg Faßmannsreuth war Sebastian Zeitler (re.) und Kollegen kein Erfolgserlebnis vergönnt.


Augen zu und durch

"Natürlich wollen wir zumindest einen Zähler in der Restsaison holen und und nicht blank aus der Kreisliga verabschieden", nennt Zeitler ein Ziel bei Wiederbeginn. Am Abstieg selbst gibt es in Anbetracht der aussichtslosen Lage nichts mehr zu rütteln. Trotzdem entdeckt der Stürmer auch positive Aspekte. "Wir spielen, bis auf ein oder zwei Leute, mit der gleichen Mannschaft wie damals in der A-Klasse - nur dass die Jungs inzwischen etwas älter sind", grinst er. Und auch sein Vater hat wieder das Traineramt übernommen. "Wir verstehen uns eigentlich prima. Das heißt aber nicht, dass wir nicht auch einmal heftig am Mittagstisch diskutieren." Obwohl der Torjäger auch in der Kreisliga seine Buden macht, spielt für ihn die Schönheit der Treffer keine Rolle. "Sicher habe ich auch schon den einen oder anderen Freistoß sehenswert versenkt. Aber da war die Partie meist schon entschieden. Wichtiger sind doch die Tore, wenn du etwa ein Spiel drehst", sagt der Mann, der von seiner Schnelligkeit und Ballfertigkeit profitiert, aber gerade bei Kopfbällen noch Luft nach oben hat. Aber ein Egoshooter ist er ohnehin nicht. "Ich lege natürlich auch quer, wenn ein Kollege mitgelaufen ist, der selten trifft." Außer seinen Leistenproblemen ist der frühere Köditzer und West-Jugendspieler bislang von größeren Verletzungen verschont geblieben. Ob er aber mittelfristig in Wölbattendorf bleibt, darauf will er sich nicht festlegen: "Die Chancen stehen 50 zu 50."


Auch Tim Winkler (re.) hat die schwierige Mission angenommen.

Quelle: Anpfiff.info